1. Basistechnik
Teile Deinem Gesprächspartner mit,
welches Gesprächsziel zu verfolgst und frage ihn - ob er/sie damit
einverstanden ist. Das kann man auf jede Art und Weise tun -
ohne sich dabei zu sehr verstellen zu müssen und ohne sonderbar zu
wirken. Lasse dabei "Verhandlungsspielraum"!
Also nicht: "Bist du damit
einverstanden - dass Du morgen den Mülleimer ausleerst?"
- sondern z.B.: "Bist Du damit einverstanden, dass wir
in den nächsten 10 Minuten einen Plan machen, wie wir in Zukunft das
Haus sauber halten können?"
Verwende dabei keine "weg-von-Sätze", also nicht: "...wie wir es vermeiden - dass so ein Dreck entsteht!"
Wenn das Thema abschweifen sollte - dann
kannst Du übrigens leicht gegensteuern, mit:
"Können wir wieder unser Gesprächsziel ins Auge fassen, O.K.?"
2. Frage weniger "Warum..."!
"Warum kannst Du nicht aufpassen, dass
X nicht mehr passiert?"
... ist z.B. als Frage gänzlich unangebracht - weil wir als Antwort eine
Verteidigungsreaktion erhalten. Abgesehen davon, dass den Fragesteller
meistens gar nicht der Grund (Gründe sind Zustände) sondern die Auslöser
interessieren, hat man sich in der Regel eine Rechtfertigungssalve
anzuhören, die eigentlich nur nervt...
Angebracht ist: "Was kannst Du dazu
tun, dass der Zustand Y eintritt?" + schweigen
3. Führe keine Gespräche - wenn Du Dich
nur abreagieren willst!
Wenn Du gerade "sauer" sein solltest, dann vereinbare einen Gesprächstermin
und renn 20 x ums Haus. Du kannst Dich gezielt
vorbereiten, ohne die Gegenwehrreaktionen des Gesprächspartners zu
aktivieren. Gesprächsinhalte werden in der Regel vom Gesprächspartner gar
nicht gehört wenn dieser sich angegriffen fühlen sollte, das ist das
Dilemma unserer Biologie. Reinigende "Donnerwetter", die es ggf. ab und
an braucht, haben damit nichts zu tun!
Gehe "antizyklisch" vor indem Du dann über "Problematisches" sprichst
- wenn Du Dich gut fühlst. Das hebelt typische eingefahrene
Reiz-Reaktionsmuster bei allen Gesprächspartnern aus. Super ist, Du vereinbarst einen
Gesprächstermin, auch wenn Dein Gesprächspartner ein Familienangehöriger
sein sollte. Keine Sorge das geht und klingt gar nicht komisch!*
*Diese Technik nennt man übrigens
Einwandvorwegnahme!
|