Einwandvorwegnahme
Wenn Du einen Mitarbeiter oder einen Freund zu
einer Handlung motivieren möchtest und Du schon weißt, was diese Person
darauf sagen wird (das ist normalerweise zu 99% vorhersagbar, weil
Menschen eben Menschen sind) dann ist dieses Gesprächswerkzeug die erste
Wahl.
Du fängst so an - dass Du erst einmal zu erkennen gibst -
dass Du die Beweggründe Deines Gesprächspartners verstehen kannst, die
ihn bisher zu einer Ablehnung (D)einer Idee, (D)eines Wunsches
etc. veranlasst haben + verwendest das Wort "trotzdem".
Wichtig ist - darauf zu schweigen, auch wenn es schwer fallen sollte -
bis die Antwort kommt!
Beispiele aus der Praxis
Führungskraft zum Mitarbeiter: Ich
weiß, dass Du Dich schon sehr intensiv dafür einsetzt, dass wir den
Standort halten können und jede mögliche Zeit dafür aufzubringen bereit
bist. Du opferst Deine Freizeit und... dennoch habe ich den Wunsch
sicherzustellen, dass wir hier 100% leisten. Könntest Du Dir vorstellen trotzdem noch den Kunden "XY" selbständig abzuwickeln - da könnte ich
mich dann auf "Z"
konzentrieren...und unser Unternehmen wird ein Riesenerfolg.
Da der Chef zu erkennen gibt, dass er den
Mitarbeiter wertschätzt und auch persönliche Details und Beweggründe
kennt, kann der Mitarbeiter nicht unter der leider allzu oft
anzutreffenden Krankheit "nicht gesehen und wahrgenommen zu werden"
leiden.
Durch die Erklärung, welchen Sinn diese
zusätzliche Tätigkeit hat, wird der Mitarbeiter mit in das "Lösungsteam"
einbezogen und kann die Hintergründe nachvollziehen. Auch hier muss man
sagen, vielen Mitarbeitern werden Entscheidungsgründe vorenthalten. Das
ist sehr schlecht, weil man dadurch die Mitarbeiter stresst und
demotiviert - und dies meist ohne, dass der Gesprächsführer es überhaupt
mitbekommt!
Mutter zur Tochter: Ich weiß, dass
Du momentan in der Schule ziemlich viel lernen musst und Deine Freizeit
dringend brauchst - wärst Du trotzdem dazu bereit, mir gelegentlich im
Haushalt zu helfen, damit ich selbst mehr Freizeit habe?
Auch hier wird die Tochter ernst genommen
- und das ist überaus wichtig. Außerdem wird durch die Bedürfnisäußerung
der Mutter eine Verständnisbrücke (Tochter-Mutter) gebaut!
Ich denke, hier wird deutlich, die
Gesprächstechnik der Einwandvorwegnahme ist ein sehr menschenfreundliches
Gesprächswerkzeug zur Stressbefreiung, bei dem es weniger um
Manipulation geht, sondern schlicht und einfach dazu ermuntert, von
eigenen Bedürfnissen abzurücken und sich in den anderen
hineinzuversetzen, obwohl man Schwieriges von anderen verlangt. So ist
das Leben eben - das muss manchmal sein!
Diese Technik wird im Seminar
"Fehlzeiten- und Rückkehrgespräche motivierend führen" eingesetzt
und hilft mit, ca. 20 % der Fehlzeiten (und
-kosten) einzusparen - branchenunabhängig!
Auch für das Thema "STRESSFREI VERKAUFEN" ist die Einwandvorwegnahme
sehr wichtig!
Es gibt also mehrere Varianten der Einwandvorwegnahme, die im Laufe der
Jahre entwickelt wurden.
Bitte habe dafür Verständnis, dass diese hier nicht vollständig
dargestellt werden können.
Wer sich für LIVE-Seminare interessiert, kann hier Kontakt aufnehmen.
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